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Von Gramm zu Euro
Wer Goldschmuck verkauft, fragt zu Recht: „Wie kommt der Auszahlungsbetrag zustande?“ Die Antwort liegt in wenigen, aber entscheidenden Parametern. Neben dem Tageskurs spielen Feingehalt und Gewicht die Hauptrollen. Hinzu kommen nachvollziehbare Abzüge für Schmelze/Handling sowie – je nach Stück – ein Schmuckwert, der über den reinen Materialwert hinausgeht. Dieser Leitfaden erklärt kompakt, wie Sie Zahlen und Begriffe richtig einordnen, typische Missverständnisse vermeiden und den bestmöglichen, realistischen Erlös erzielen.
Mit klaren Erwartungen verhandeln Sie ruhiger – und bewerten Angebote nicht nur nach einer Zahl, sondern nach der Transparenz der Berechnung. Für tiefergehende Infos und eine nachvollziehbare Bewertung lohnt ein Blick auf den Ankauf von Gold & Schmuck. Für Fragen oder Termine steht die Kontaktseite bereit.

Die drei Basisfaktoren: Feingehalt, Gewicht, Tageskurs

  • Feingehalt: 333/585/750 (Goldanteil in Promille). Je höher der Feingehalt, desto mehr Feingold pro Gramm. Ein 10-g-Stück in 750er enthält 7,5 g Feingold, in 585er nur 5,85 g.
  • Gewicht: Präzises Wiegen ist Pflicht; Anhaftungen (z. B. bei Armreifen mit Leder) müssen vorab berücksichtigt werden.
  • Tageskurs: Der Marktpreis für Feingold schwankt; Wechselkurse und Rohstoffmärkte spielen hinein. Angebote, die Kurs und Zeitpunkt der Bewertung transparent benennen, sind vergleichbarer.

Abzüge & Kosten: Warum es Unterschiede gibt
Beim Schmelzwert fallen betriebsübliche Abzüge an – etwa für Analytik, Schmelze, Handling und Risiko. Diese sind nicht „versteckt“, sollten aber offen erklärt werden. Unterschiede zwischen Anbietern ergeben sich durch:

  • Prozesse & Skalierung (eigene Schmelze vs. Partner),
  • Marktrisiko (Absicherung, Lagerung),
  • Serviceaufwand (Dokumentation, Beratung, Versand).
    Wichtig ist die Nachvollziehbarkeit: Idealerweise bekommen Sie eine Rechnung, die Feingehalt × Feingoldmenge × Kurs – Abzüge zeigt.

Schmuckwert vs. Schmelzwert
Nicht jeder Schmuck wird „nur nach Gramm“ bewertet. Marke, Design, Zustand, Steinbesatz und Set-Vollständigkeit können einen Schmuckwert über dem reinen Materialwert rechtfertigen. Beispiel: Ein gut erhaltenes Designerarmband in 750er Gold kann – trotz gleichen Feingoldgehalts – höher ausfallen als ein vergleichbares No-Name-Stück. Umgekehrt liegt stark beschädigter Schmuck näher am Schmelzwert.

Praxisbeispiel: Kette vs. Armreif

  • 585er-Kette, 18 g, guter Zustand: Relevanz des Materialwerts ist hoch. Die Auszahlung orientiert sich an Feingoldmenge × Kurs – Abzüge. Ein kleiner Schmuckaufschlag ist möglich, wenn das Design gefragt ist.
  • 750er-Armreif, 22 g, markantes Design: Neben dem Materialwert kann der Schmuckwert ins Gewicht fallen – besonders, wenn Unterlagen/Etui vorhanden sind. Bei starker Nachfrage ist ein deutlicher Aufpreis gegenüber dem reinen Schmelzwert denkbar.
    Deutung: Feingehalt + Gewicht sind die Basis, Schmuckwert ist der Booster – sofern Marke/Design/Zustand passen.

Checkliste: So bereiten Sie den Verkauf vor

  1. Stempel prüfen (333/585/750) und notieren; ggf. Fotos machen.
  2. Wiegen: Möglichst genau, Anhaftungen entfernen bzw. dokumentieren.
  3. Unterlagen sammeln: Etui, Rechnung, Zertifikate.
  4. Zustand verbessern: Sanfte Reinigung; riskante Eigenreparaturen vermeiden.
  5. Transparenz einfordern: Berechnung mit Feingehalt × Feingoldmenge × Kurs – Abzüge.
  6. Timing: Bei größeren Mengen Kursentwicklung beobachten; nicht im Stress entscheiden.

Fazit – Realistisch kalkulieren, transparent entscheiden
Der Auszahlungsbetrag ist kein Rätsel, sondern das Ergebnis klarer Faktoren. Wer Feingehalt, Gewicht, Kurs und Abzüge versteht und den möglichen Schmuckwert mitdenkt, vergleicht Angebote sinnvoll und verkauft souverän. So entstehen faire Ergebnisse – und ein gutes Gefühl beim Abschied von liebgewonnenen Stücken.

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