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Pfandkredite boomen

Pfandkredit

Für manche Menschen klingen Pfandkredite nach einem Tauschhandel längst vergangener Tage. Andere assoziieren noch ein unseriöses Image von unfairen Wucherkonditionen. Doch die Mehrheit in Deutschland hat sich längst von diesen alten Bildern befreit. Denn über eine Million Menschen jährlich erleben Pfandleihhäuser als faire und seriöse Kreditgeber zu transparenten Konditionen. Auch Gold-Ankauf-Berlin hat viele Stammkunden und das Interesse an kurzfristigen Krediten nimmt ständig zu.

Transparenz schafft solides Image

Grundlage des Geschäftes ist die Pfandleihverordnung von 1963, die genau vorschreibt, dass pro Monat 1% Zinsen genommen werden darf plus einer proportionalen Gebühr von 1 – 6,5%. Über 90% der Pfanddarlehen werden zurückgezahlt, d.h., die Kunden lösen ihre hinterlegten Wertgegenstände nach drei bis vier Monaten wieder aus. Für diese Sicherheiten werden zwar nur zu 40-60% ihres Wertes als Kredite vergeben.

Kunden zahlen nur Zinsen und Gebühr

Doch sollte der Pfandleiher auf ihnen sitzen bleiben, muss er Lagerung, Versicherung und spätestens nach 10 Monaten eine aufwendige Auktion finanzieren, wobei der Ertrag meist unter dem Pfandwert bleibt. Übertrifft eine Versteigerung den taxierten Wert eines Pfandgegenstandes, erhält der Vorbesitzer den entsprechenden Überschuss.

Pfandhaus als unbürokratische Alternative zur Bank

Damit sind Kosten und Risiko für beide Seiten überschaubar, weshalb die über 200 deutschen Pfandleihhäuser mittlerweile als seriöse Kreditgeber regen Zulauf haben. Ein traurige Rolle spielen als Rahmenbedingungen Politik und Banken: die Schere zwischen Arm und Reich hat mittlerweile auch den Mittelstand erreicht.

Viele bekommen Überbrückungskredite nur im Leihhaus

Viele Familien und Kleinunternehmen bekommen seit der Bankenkrise kaum noch Bankkredite zu vertretbaren Konditionen, müssen aber trotzdem zum Monatsende ihre Rechnungen bezahlen. Ihnen bleibt beinahe nur der Weg zum Leihhaus für einen Überbrückungskredit.

Pfanddarlehen: schnell, unbürokratisch und diskret

Hinzu kommt die wesentlich einfachere Kreditabwicklung in einem Leihhaus: Die Kreditsicherheit wird geprüft, taxiert, ein Vertrag erklärt und unterschrieben – und nach wenigen Minuten erhält der Kunde sein Geld in bar oder als Überweisung. Schnell, unbürokratisch, diskret und ohne Schufa oder Bonitätscheck. Zudem haftet der Kunde nur mit seinem Wertgegenstand: kann er ihn nicht einlösen, behält der Kunde den Pfandkredit. Bei einem geplatzten Bankkredit hingegen haftet der Kunde persönlich und müsste mit Rechtsstreit und Pfändungen rechnen. In vielen Fällen ersetzt das Pfandleihhaus mittlerweile den verweigerten Dispokredit der Bank.

Geld für reale Werte immer beliebter

Zudem ist es seit der Bankenkrise und dem Brexit wieder zunehmend populär, Geld für reale Sicherheiten zu tauschen. Viele Leihhauskunden misstrauen mittlerweile ihrer Hausbank und sind verärgert, für jede Kleinigkeit zur Kasse gebeten zu werden, umgekehrt aber weder Zinsen noch Kredite zu erhalten.

Die Bedingungen im Leihhaus sind dagegen einfach und transparent. Zunehmend entscheiden sich Leihhauskunden auch für den Kauf von Edelmetallen als Sicherheit für ihr Erspartes, statt auf Negativzinsen bei ihrer Bank zu warten.

Hoher Goldpreis schafft zusätzliche Nachfrage

Einen zusätzlichen Boom verdanken Leihhäuser in den letzten Jahren dem steigenden Goldpreis in Folge der Euro-Krise. Es lohnt sich immer mehr, ausrangierten Schmuck, hochwertige Münzen, Golduhren oder Bruchgold im Leihhaus zu verkaufen oder zu beleihen. Ob es nun Strategie der Banken ist, lästige Kleinkunden loszuwerden oder schlichte Ignoranz: das Leihhausgewerbe boomt und zeigt damit, dass auch mit den Kleinen Leuten gute Geschäfte für beide Seiten möglich sind.